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Stableford – Wie zählt man beim Golfen?

Inhaltsverzeichnis

Stableford zählen

Was versteht man unter Stableford?

Unter Stableford versteht man eine Zählweise beim Golfspielen, die häufig bei vorgabewirksamen Turnieren oder registrierten Privatrunden (früher: EDS-Runden) herangezogen wird. Sie ist besonders bei Amateurturnieren sehr verbreitet. Die Zählweise ermöglicht es, schnell und einfach herauszufinden, ob man sein eigenes Handicap bestätigt, unterspielt oder überspielt hat. Das Zählsystem folgt einer langen Tradition. Es wurde 1898 von einem Arzt namens Stableford erfunden und später in das offizielle Regelwerk des Golfsports aufgenommen.

Wie viele Punkte bekommt man

Jeder Spielerin und jedem Spieler wird eine vom Handicap abhängige Schlagzahl für eine Bahn zugeschrieben. Je besser das Handicap, umso weniger Schläge sind das. Die Netto Punkte nach Stableford werden wie folgt verteilt:

Anzahl der Schläge Stableford Punkte
Drei unter Par 5 Punkte
Zwei unter Par 4 Punkte
Ein Schlag unter Par 3 Punkte
Par 2 Punkte
Ein Schlag über Par 1 Punkt
Zwei über Par und schlechter 0 Punkte
Das Stableford Punktesystem

Spielst du also dein persönliches Bahnpar, bekommst du dafür 2 Punkte und hast damit genau dein Handicap bestätigt. Für einen Birdie, also ein Schlag unter Par, erhältst du 3 Punkte. Für einen Eagle, also 2 Schläge unter deinem Bahnpar, erhältst du gleich 4 Punkte. Ein Albatros, also 3 Schläge unter deinem Par, gibt dir 5 Punkte. Spielst du 18 Loch mit mehr als 36 Punkte, verbesserst du dein Handicap, da du dein persönliches Bahnpar unterspielt hast.

Die Stableford Zählweise hat einen großen Vorteil. Man kennt es, es gibt Bahnen, wo es einfach nicht klappen will. Ein schlechtes Loch wirkt sich nicht so stark auf das Gesamtergebnis aus, wie es beispielweise beim Zählspiel der Fall ist. Der Ball kann sogar straffrei aufgenommen werden. Die Bahn gibt dann 0 Punkte. Man kann also nach einer schlechten Bahn, die Erfahrung abhaken und mit neuem Mut zum nächsten Loch gehen.

Das persönliche Bahnpar ist der Score Karte zu entnehmen und in Form von Strichen dargestellt. Hast du zum Beispiel ein Par 5 und 2 Striche auf deiner Scorekarte, dann ist liegt dein persönliches Par bei 7 Schlägen. Spielst du die Bahn mit 7 Schlägen, bekommst du 2 Punkte.

Ein weiterer Vorteil dieser Zählweise ist, dass die individuelle Leistung vergleichbar ist. Auch dann, wenn sich die Fähigkeiten der Golferinnen und Golfer unterscheiden. Golf wird damit auch zu einem Spiel, welches generationenübergreifend gespielt werden kann und jeder auf seine Kosten kommt.

Aus der Stammvorgabe die vorgegebene Schlaganzahl ermitteln

Die Schläge, welche man abhängig vom Handicap mehr hat, werden nach einem einfachen Schlüssel auf die einzelnen Löcher verteilt. Die Spielvorgabe gibt an, wie viele Schläge ein Amateurgolfer mehr brauchen darf. Im ersten Schritt werden alle ganzzahligen Vielfache von 18 bei einem 18-Loch Spiel gleichmäßig auf alle Löcher verteilt. Das heißt, dass man bei einem Handicap von 36 bei allen Bahnen 2 Schläge mehr zur Verfügung hat, als das angegebene Bahnpar. Bei Spielvorgaben, die nicht ohne Rest durch 18 teilbar sind, werden die übrig bleibenden Schläge auf die Bahnen mit der höchsten Schwierigkeit verteilt. Die jeweiligen Schwierigkeiten sind der Vorgabetabelle des jeweiligen Platzes zu entnehmen. Die Bahn mit der höchsten Schwierigkeit, hat die Vorgabe 1. Das Loch mit der geringsten Schwierigkeit trägt die Vorgabe 18 bei einem Platz mit 18 Loch. Bei der Platzreife geht man übrigens von einer angenommenen Spielstärke von 54 HCP aus.

Besonders, wenn man gerade mit dem Golfen angefangen hat, kann die Zählweise überfordernd sein. Im Folgenden findest du ein paar Beispiele, wie du deine Stableford Vorgabe, abhängig vom DGV-Handicap ausrechnen kannst.

Wenn du gerade mit dem Golfen angefangen hast und bisher noch kein vorgabewirksames Turnier oder keine registrierte Privatrunde gespielt hast, dann startest du mit einem Handicap von 54. 54 ist ohne Rest durch 18 teilbar und gibt 3. Du hast also bei 18 Loch überall 3 Schläge vor.

Wenn du ein Handicap von 46 hast, dann teilst du zuerst die 46 durch 18. Das ergibt 2,5. Du hast also zunächst auf jeder Bahn 2 Schläge vor. Es bleiben 10 Schläge übrig, die auf die 18 Bahnen verteilt werden können. Du hast damit auf den 10 schwersten Bahnen 3 Schläge vor und auf den übrigen 8 Löchern hast du 2 Schläge vor.

Stableford