Die Penalty Area beim Golf beschreibt Bereiche auf dem Golfplatz für die besondere Regelungen gelten. Die bekanntesten Penalty areas sind frontale und seitliche Wasserhindernisse. Der Spielleitung ist es aber auch erlaubt weitere Bereiche als Penalty areas zu kennzeichen, beispielsweise, um den Spielfluss und die Spielgeschwindigkeit zu verbessern. In diesem Artikel findest du alles, was du zum Thema Penalty Area wissen musst und welche Regeln für diese Bereiche Anwendung finden.
Was ist eine Penalty Area im Golf?
Penalty Areas sind Bereiche auf dem Golfplatz, aus denen Golfer mit einem Strafschlag an einer Stelle außerhalb der Penalty Area Erleichterung in Anspruch nehmen dürfen.
Diese Stelle kann unter Umständen weit von der eigentlichen Lage des Balls sein. Per Definition sind Wasserhindernisse wie Seen, Flüsse, Bäche oder Teiche als Penalty Area zu kennzeichnen.
Der Spielleitung ist es jedoch auch erlaubt, weitere Bereiche als solche zu kennzeichnen, um Erleichterungen zu ermöglichen.
Ist es entweder wahrscheinlich, dass der Ball dort verloren gegangen ist (beispielsweise bei dichtem Bewuchs) oder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Erleichterung der Lage des Balls zu keiner wirklichen Erleichterung führt (beispielsweise bei Felsen oder im Unterholz), dann ist das Kennzeichnen einer Penalty Area möglich.
Die Grenzen der Area werden mit farblichen Linien oder Pfählen gekennzeichnet. Das ist wichtig, um Klarheit für die Spieler zu schaffen und, um die richtigen Golfregeln anzuwenden.
Die Farbe der Kennzeichnung gibt Auskunft darüber, wo die Penalty Area liegt.
Arten von Penalty Areas
Die Einteilung der Penalty Areas findet zum einen nach der Lage und somit der farblichen Markierung statt. Zum anderen können Penalty Areas unterschiedliche Gestalten annehmen.
Einteilung nach farblicher Kennzeichnung
Gelbe Pfosten kennzeichnen frontale Hindernisse und heißen somit gelbe Penalty Area. Sie liegen also so, dass man sie überspielen muss. Rote Pfähle kennzeichnen seitliche Hindernisse, heißen entsprechend rote Penalty Area und liegen somit zwar für den Ball erreichbar, aber nicht auf der Ideallinie der Golfbahn.

Einteilung nach Gestalt
Die bekanntesten Penalty Areas sind Wasserhindernisse. Diese sind immer als solche gekennzeichnet, da der Ball, wenn er im Wasser liegt, nicht mehr gespielt werden kann.
Die Erscheinungsform des Wasserhindernisses kann zwar unterschiedlich sein, aber die Regel ist immer die gleiche. Wasserhindernisse sind beispielsweise Gewässer wie See, Teich, Fluss oder Bach.
Mehr zum Thema Wasserhindernisse findest du in unserem Blogbeitrag zum Thema Wasserhindernis.
Aber auch Felswände, unwegsames Gelände, Bunker und dichtes Gebüsch können als Penalty Area gekennzeichnet sein. Das hängt von der Entscheidung der Spielleitung ab.

Regeln und Strafen rund um die Penalty Area
Beim Umgang mit Penalty Areas sind einige Golfregeln zu beachten. Spielt man den Ball in eine Penalty Area, können unterschiedliche Wahlmöglichkeiten in Betracht gezogen werden.
Liegt der Ball in diesem Bereich, darf aber in jedem Fall mit einem Strafschlag Erleichterung in Anspruch genommen werden. Die Penalty Area garantiert somit die Möglichkeit zur Anwendung eines Erleichterungsverfahren.
Der Schlag in die Area selbst wird natürlich auch als Schlag gezählt. Bei der Erleichterungsmöglichkeiten differenziert man zwischen denen im gelben Bereich und den Möglichkeiten im roten Bereich.
Grundsätzlich besteht natürlich die Möglichkeit, den Ball auch in der Penalty Area zu spielen. Der Spieler darf ohne Strafschlag den Ball weiterspielen. Voraussetzung dafür ist, dass er spielbar ist – also beispielsweise nicht im Wasser liegt oder von einem Felsen abgeprallt und nicht mehr auffindbar ist.
Beim in Anspruch nehmen einer Erleichterung, resultiert immer ein Strafschlag für den Spieler.
Gelbe Penalty Area
Liegt der Ball in einer gelben Penalty Area und der Spieler möchte Erleichterung in Anspruch nehmen, bleiben ihm zwei Möglichkeiten.
Die erste Möglichkeit ist der Schlag und Distanzverlust. Der Spieler darf also den gleichen Ball oder auch einen anderen, wenn der vorherige nicht mehr aufgehoben werden kann, von der ursprünglichen Stelle spielen. Dafür nimmt er einen Strafschlag in Kauf. Zusätzlich verliert er die Distanz vom Ursprungspunkt zur Penalty Area.
Die zweite Möglichkeit ist, dass der Spieler auf der Linie von Kreuzungspunkt zur Fahne beliebig weit zurück geht, also nicht näher zur Fahne und dort einen Ball droppen darf.
Diese Erleichterungsmöglichkeiten kann man als Golfer in Anspruch nehmen. Natürlich ist die Wahl abhängig von den Gegebenheiten des Platzes und von der individuellen Vorliebe der Spieler.

Rote Penalty Area
Bei der roten Penalty Area hat der Spieler 3 Erleichterungsmöglichkeiten. Auch hier kann der Schlag und Distanzverlust angewendet werden. Man geht also an den ursprünglichen Punkt zurück und spielt einen neuen Ball.
Die zweite Möglichkeit ist auch hier die Erleichterung auf der Linie zurück. Man darf also auch hier auf der Linie von Kreuzungspunkt von Ball und Area mit der Fahne zurück und den Ball droppen.
Als zusätzliche Möglichkeit hat man bei roten penalty areas die seitliche Erleichterung. Man darf also innerhalb von zwei Schlägerlängen vom Kreuzungspunkt den Ball droppen. Allerdings nicht näher zur Fahne. Wichtig ist, dass dieses Erleichterungsverfahren nicht für die gelbe Penalty Area anwendbar ist.

FAQ – alle Fragen rund um das Thema Penalty Area Golf
Was ist die Penalty Area beim Golf?
Bei der Penalty Area beim Golf handelt es sich um frontale oder seitliche Bereiche auf dem Golfplatz in denen Erleichterung in Anspruch genommen werden kann. Beispiele für Penalty areas sind Wasser Hindernisse, aber auch Bereiche, die die Spielleitung speziell als solche kennzeichnet. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Felswände.
Was ist in der Penalty Area erlaubt?
In Penalty Areas darf Erleichterung in Anspruch genommen werden. Was genau erlaubt ist, hängt davon ab, ob es sich um eine rote oder gelbe Penalty Area handelt.
In beiden Fällen darf der Schlag wiederholt werden. Man nimmt dann einen Distanzverlust in Kauf und bekommt einen Strafschlag.
Außerdem darf auf der Linie von Kreuzungspunkt und Fahne nicht näher zur Fahne gedroppt werden.
In roten Penalty Areas darf zusätzlich seitliche Erleichterung angewendet werden. Hier darf vom Kreuzungspunkt innerhalb von zwei Schlägerlängen nicht näher zur Fahne gedroppt werden.
Was ist der Unterschied zwischen roter und gelber Penalty Area?
Der größte Unterschied liegt in der Lage der Penalty Areas. Gelbe Penalty areas liegen frontal vor dem Golfer. Rote Penalty Areas liegen immer an der Seite der Bahn also seitlich zur Spielrichtung.
In beiden Bereichen darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen. Zum einen ist der erneute Schlag und Distanzverlust möglich.
Das droppen auf der Linie, aber nicht näher zur Fahne ist eine weitere Erleichterung. In einer roten Penalty Area darf man seitlich erleichtern, indem man zwei Schlägerlängen vom Kreuzungspunkt den Ball droppt.
Alle Erleichterungen gehen mit einem Strafschlag einher.
Was muss beachtet werden, wenn der Ball in einer Penalty Area liegt und welche Sonderregeln gelten?
In der Penalty Area gelten gilt die Regel, dass Erleichterung in Anspruch genommen werden kann. Man muss aber nicht die Möglichkeit der Erleichterung nutzen.
Ist der Ball spielbar, kann ohne Strafe weiter gespielt werden. Liegt der Ball aber zum Beispiel in einem Wasserhindernis im Wasser, hat der Spieler keine Chance den Ball zu spielen.
Er ist also, ob er will oder nicht, gezwungen, den Strafschlag in Kauf zu nehmen und eine Erleichterung in Anspruch.
Erleichterung geht immer mit einem Schlag Strafe einher.







