Schaut man Golf im Fernsehen, dann sieht man die Profis immer in Begleitung einer weiteren Person – dem Caddie. Er ist nicht nur der Taschenträger, sondern der wichtigste Berater für den Profi auf der Runde und übernimmt einige wichtige Aufgaben. Caddies haben maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg der Spieler und sind somit ein wichtiger Bestandteil im Profi Golfsport.
Definition und Ursprung vom Begriff Caddy
Der Ursprung des Wortes Caddie ist nicht final geklärt. Denkbar ist es, dass das Wort vom französischen Begriff cadet abstammt. Dieser bedeutet übersetzt jüngster Bruder bzw. jüngster Sohn. Andere vermuten den Ursprung im Wort kati, welches eine Gewichtseinheit ist. Caddies waren demnach diejenigen, die das Golfgepäck der Offiziere, gemessen in kati, über den Golfplatz getragen haben.
Unabhängig vom Ursprung hat sich die Bedeutung vom Caddie vom reinen Taschenträger über die Jahre weiterentwickelt. Er ist der wichtigste Berater des Golfers auf dem Golfplatz, für die Strategie im Spiel verantwortlich und eine mentale Stütze des Spielers.

Die Aufgaben vom Caddie?
Ein guter Caddy ist nicht, wie man vielleicht im ersten Moment annehmen könnte, jemand, der einfach die Tasche für den Golfer trägt. Ein Caddie kann viele Aufgaben des Spielers übernehmen und so zu einer wichtigen Stütze des Golfers werden. Folgende Aufgaben deckt ein guter Caddie und auf Wunsch des Golfers ab:

- Schlägerauswahl und Pflege der Schläge: Der Caddie gibt dem Golfspieler auf dem Platz Ratschläge, welcher Schläger für den nächsten Schlag gespielt werden soll. Nach dem Schlag macht er die Schläger sauber und stellt sicher, dass die Schlagfläche einwandfrei und sauber ist.
- Entfernungsmessung, Platzkenntnisse und Lesen der Grüns: Eine wichtige Aufgabe von Caddies ist es, den Golfplatz zu kennen, Entfernungen für den Spieler zu messen und beim Lesen des Grüns zu unterstützen. Ein Caddie muss also genau so viel Ahnung vom Golfen haben, wie ein Profigolfer, um eine verlässliche Unterstützung zu sein.
- Taschenträger und Regenschirm Halter: Natürlich gehört auch der Transport bzw. das Tragen der Tasche und vom Golf Equipment mit zu dem Job des Caddies. Der Einsatz eines Trolley für die Schlägertasche ist im Profibereich nicht üblich, sodass man keinen Caddy beim Schieben vom Trolley beobachten wird. Auch bei Regen ist es wichtig, dass der Caddy den Spieler trocken hält, sodass er seine beste Leistung abrufen kann.
- Mentale Stütze für den Profi: Die meisten Teams aus Golfer und Caddie sind eingespielt und wissen, wie der jeweils andere Tickt. Die Aufgabe eines guten Caddies ist es, den Spieler mental zu festigen. Das bedeutet, dass er sowohl in den guten Situationen eine Stütze für den Spieler auf der Golfrunde ist, als auch in Momenten, wo es vielleicht nicht so rund läuft. Gerade in diesen Momenten zeigt sich, ob der Caddy es schafft, den Spieler aus dem Tief zu befreien und somit beispielsweise das Weiterkommen in Turnieren absichern kann.
Was darf ein Caddie nicht?
Natürlich gibt es auch Regeln, an die sich der Caddy halten muss. Grundsätzlich variieren die Golfregeln je nach Turnierform, aber einige Regeln sind mehr oder weniger selbstverständlich einfach und selbstverständlich.
So ist er eben nur der Berater des Spielers und kein aktiver Teil des Spiels. Er darf also nicht selbst den Schläger in die Hand nehmen und selbst Golfspielen. Außerdem darf er andere Spieler nicht stören.
Natürlich ist auch ein Caddy an der Seite eines Profi an die Golfregeln gebunden. Es ist ihm somit genau wie den Spielern selbst untersagt Hindernisse zu beseitigen, den Golfball zu manipulieren oder den Platz zu verändern.
Während des Schwungs ist es dem Caddie untersagt mit dem Spieler zu agieren. Im Schwung hat der Caddy nichts mehr zu sagen.
Berühmte Caddy – Golfer Duos
Vielen Golfern wird hier direkt einer der Besten Golfer in den Sinn kommen. Tiger Woods und Steve Williams haben gemeinsam viele Majors gewonnen. Auch Phil Mickelson und Jim „Bones“ Mackay sind ein bekanntes und überaus erfolgreiches Team auf dem Golfplatz. Und natürlich – wagt man einen Blick in die Tour, dann sieht man viele Profis, die gemeinsam mit ihren Caddys wahnsinnige Leistungen abrufen können. Viele sind untereinander stark befreundet und genießen blindes Vertrauen. Es ist also mehr als die Unterstützung der Schlägerwahl, das Tragen der Golftasche und das Reinigen der Golfschläger.
Der virtuelle Caddie
Viele Golfer werden sicher nicht in den Genuss kommen, einen professionellen Caddie an ihrer Seite zu haben. Es gibt jedoch Technologie, die auf Basis von Daten in der Schlägerwahl untersützt. Die Garmin Approach S62 bietet zum Beispiel einen virtuellen Caddie, der abhängig von Lage und Distanz Vorschläge für den richtigen Schläger gibt. Mehr dazu findest du in unserem Video dazu.
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FAQ – Fragen alles rund um Caddies
Was macht ein Caddy beim Golf?
Ein Caddie beim Golf unterstützt den Spieler, trägt die Golftasche, gibt dem Spieler auf der Runde mentale Stärke und berät alle Dinge rund um ein Erfolgreiches Spiel. Er ist also mehr als nur der Träger der Tasche, sondern die wichtigste Bezugsperson des Golfspielers auf dem Platz.
Darf jeder Golfer einen Caddie haben?
Nein, es gibt kein generelles Recht auf einen Caddie. Die Spielleitung allein entscheidet, ob ein Cadie erlaubt, verboten oder mit Einschränkungen möglich ist. Der Spieler muss sich am besten weit genug im Voraus informieren, um nicht vor Ort böse überrascht zu werden.
Wie viel verdienen Caddies?
Das Einkommen vom Caddie ist erheblich abhängig vom Erfolg des Golfers. Der Spieler und Caddie verhandeln über die Erfolgsbeteiligung. So gibt es keinen festen Verdienst vom Caddie. Es gibt Caddies, die ein Grundgehalt beziehen, andere werden prozentual am Erfolg beteiligt. Viele Spieler geben nach großen Erfolgen großzügige Trinkgelder, weil sie die Arbeit vom Caddie wertschätzen und sich der Bedeutung bewusst sind.
Was darf ein Caddie?
Ein Caddie darf das, was der Spieler ihm an Aufgaben zuträgt. So trägt er die Tasche, misst Entfernung, berät in der Spielstrategie und unterstützt den Spieler mental.








